Erfolgsgeschichten aus der Praxis: Zyklusstörung
- Carina Lieberherr

- 28. März
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Apr.
Die folgende Fallgeschichte basiert auf einem realen Patientenfall aus meiner Praxis. Zum Schutz der Persönlichkeit wurden alle Inhalte sorgfältig anonymisiert. Sämtliche Angaben sind so verändert, dass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind. Die dargestellten Inhalte dienen ausschliesslich der Information und stellen keine individuelle Mittelempfehlung dar. Sie ersetzen weder eine persönliche Konsultation bei einer Therapeutin noch bei einer Ärztin.
Wenn der Rhythmus aus dem Takt gerät: Eine Geschichte über Stress, Hormone und die Kraft der Homöopathie
In diesem Praxisbeispiel begleiten wir Rahel, eine 37-jährige Mutter und Berufstätige, die aufgrund massiver Zyklusstörungen und Überlastung Hilfe sucht. Der Bericht zeigt auf, wie Stress das Hormonsystem beeinflussen kann und wie eine gezielte konstitutionelle Behandlung nicht nur den Zyklus regulierte, sondern Rahel auch half, ihre persönliche Balance und Kraft im Alltag zurückzugewinnen.

«Ich habe gedacht, ich verblute» – Ein Fallbeispiel aus der Praxis
Carina: Rahel, du bist heute zu mir gekommen, weil dein Zyklus dir Sorgen bereitet. Erzähl mir doch mal, was dich aktuell am meisten beschäftigt.
Rahel: Ich hatte jetzt seit 60 Tagen keine Periode mehr. Vor zwei Monaten war meine letzte Blutung. Sie war extrem stark und ging über sieben Tage lang. Das ist doch nicht normal. Ganz ehrlich? Ich hatte damals das Gefühl, ich verblute förmlich.
Carina: Das klingt nicht sehr gut. Wie war dein Rhythmus denn früher?
Rahel: Ich hatte schon vorher eher längere Zyklen, meistens so um die 35 Tage. Aber diese 60 Tage jetzt sind einfach zu viel. Schwanger kann ich nicht sein, ich habe zur Sicherheit bereits einen Test gemacht, der war negativ.
Carina: Ein Richtwert liegt meist zwischen 25 und 35 Tagen, wobei wir alle individuell sind. Aber 60 Tage sind ein klares Zeichen, dass dich etwas aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Wenn wir uns dein Leben gerade anschauen: Gibt es etwas, das dich besonders belastet?
Rahel: (seufzt) Ich bin seit längerem extrem gestresst. Vor drei Wochen war es besonders schlimm, ich war wie blockiert und konnte mich in der Arbeit überhaupt nicht mehr konzentrieren. Als mir dann meine Arbeitskollegin etwas vorgeworfen hat, bin ich direkt in Tränen ausgebrochen.
Carina: Das scheint dich sehr getroffen zu haben. Wie reagierst du normalerweise in solchen Situationen?
Rahel: Eigentlich bin ich stark und wehre mich. Aber seit einiger Zeit bin ich nur noch gereizt und ertrage gar nichts mehr. Die Arbeit und die Kinder belasten mich sehr. Mein Mann unterstützt mich kaum, ich muss fast alles alleine managen. Ich fühle mich einfach nur noch überfordert und das geht nun schon einige Monate so.
Carina: Das erklärt vieles. Stress treibt den Kortisolspiegel hoch, was direkten Einfluss auf deine Hormone und das Fortpflanzungssystem haben kann. Du hast vorhin körperliche Symptome erwähnt. Gibt es noch weitere Symptome, die dich häufig begleiten?
Rahel: Ja, ich habe ab und zu stechende Kopfschmerzen. Und ich friere eher schnell. Ausserdem ist meine Verdauung momentan ziemlich träge.
Carina: Gibt es etwas, das dir in diesen Momenten guttut?
Rahel: Bewegung hilft mir eigentlich immer. Egal, ob es mir körperlich nicht gut geht oder ich mental völlig am Ende bin. Sobald ich in die Bewegung komme, wird es leichter.
Was danach geschah (Fazit der Behandlung)
Auf Basis dieses Gesprächs und der Gesamtheit von Rahels Symptomen, insbesondere der emotionalen Überforderung und dem Wunsch nach Bewegung, wählte ich das homöopathische Mittel Sepia officinalis.
Schon nach wenigen Tagen löste sich die Blockade:
Tag 5: Die Periode setzte ein – von Rahel als «erlösend» empfunden.
Langzeitwirkung: Der Zyklus stabilisierte sich dauerhaft auf 29–32 Tage.
Persönliches Wachstum: Rahel fand die Kraft, die häusliche Situation mit ihrem Mann zu klären und Unterstützung einzufordern.
Dieser Fall zeigt wunderbar, dass der Zyklus kein isoliertes Uhrwerk ist, sondern ein Spiegelbild unseres inneren Gleichgewichts.
Was kannst du für dich tun:
Beobachte deinen Zyklus und führe Buch. Es gibt verschiedene gute Zyklusapps, die dir helfen können dich bewusst durch den Zyklus zu bewegen. Je eher du eine Veränderung bemerkst, desto schneller hast du die Möglichkeit zu handeln.
Kostenlose Zyklusapps (mit Optionen zum Kaufen):
Kostenpflichtige Zyklusapp:
Was du für ein stressfreies Leben tun kannst:
Genügend schlafen. Schlaf hilft dir, dich vom Tagesstress zu erholen und erlebte Situationen zu verarbeiten. Eine erwachsene Frau benötigt zwischen 7 bis 9 Stunden Schlaf pro Nacht, um sich ausgeruht zu fühlen.
Regelmässige Bewegung. Sie kann dir helfen deine Stimmung zu verbessern und deinen Körper zu entspannen. Hast du gewusst, dass Tiere sich nach stressigen Situationen schütteln um ihr Nervensystem zu beruhigen? Spannend oder?!
Ausgewogene Ernährung und genügend Trinken. Wir wissen es alle ;-)




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