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Erfolgsgeschichten aus der Praxis - Heuschnupfen

  • Autorenbild: Carina Lieberherr
    Carina Lieberherr
  • 7. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Apr.

Die folgende Fallgeschichte basiert auf einem realen Patientenfall aus meiner Praxis. Zum Schutz der Persönlichkeit wurden alle Inhalte sorgfältig anonymisiert. Sämtliche Angaben sind so verändert, dass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind. Die dargestellten Inhalte dienen ausschliesslich der Information und stellen keine individuelle Mittelempfehlung dar. Sie ersetzen weder eine persönliche Konsultation bei einer Therapeutin noch bei einer Ärztin.


Wenn die Nase zum Wasserhahn wird: Befreit durch den Heuschnupfen-Frühling.

Die 24-jährige Rafaela litt seit einem Jahrzehnt unter massivem Heuschnupfen. Sobald die Sonne schien, bestimmten Fliessschnupfen und Erschöpfung ihren Alltag. Dieses Praxisbeispiel zeigt, wie die Homöopathie-akute Allergiesymptome lindern kann und warum eine konstitutionelle Behandlung im Winter der Schlüssel ist, um das Immunsystem langfristig wieder ins Gleichgewicht zu bringen.


5 Fakten zum Thema Heuschnupfen
5 Fakten zum Thema Heuschnupfen

«Es läuft mir aus der Nase wie Wasser» - Rafaela und der Heuschnupfen


Carina: Rafaela, du hast mir bereits erzählt, dass du das Thema Heuschnupfen schon seit zehn Jahren kennst. Wie sieht ein typischer sonniger Frühlingstag bei dir momentan aus?

Rafaela: Es beginnt meistens schon am Morgen mit diesem extrem unangenehmen Kribbeln. Und dann geht es ganz schnell: Ich bekomme einen starken Schnupfen, es läuft mir wortwörtlich aus der Nase wie Wasser. An schlimmen Tagen brauche ich sicher 30 Taschentücher.


Carina: 30 Taschentücher sind eine enorme Belastung für die Schleimhäute. Merkst du das auch äusserlich?

Rafaela: Oh ja, meine Nase ist vom vielen Schnäuzen ständig wund. Manchmal ist sogar meine Oberlippe ganz rot und geschwollen. Das Komische ist: Obwohl die Nase ständig fliesst, fühlt sie sich gleichzeitig total verstopft an. Dazu kommen diese Niesattacken – wenn ich einmal anfange, hört es fast nicht mehr auf. Das ist wahnsinnig ermüdend, ich fühle mich oft nur noch erschöpft.


Carina: Das ist verständlich, der Körper ist im Daueralarmzustand. Wie sieht es mit deinen Augen oder der Lunge aus? Hast du auch Beschwerden?

Rafaela: Die Augen tränen zwar auch, aber das schränkt mich weniger ein als der Schnupfen. Mit der Lunge habe ich zum Glück keine Probleme. Aber der Heuschnupfen wurde in den letzten Jahren immer stärker und dauert auch länger an als früher. Vor drei Jahren kam dann auch noch eine Haselnuss-Allergie dazu.


Carina: Dass deine Lunge frei ist, ist ein sehr gutes Zeichen. Wir müssen aber aufpassen, da etwa 30 bis 40 Prozent der AllergikerInnen mit der Zeit ein allergisches Asthma entwickeln können. Da deine Symptome gerade so akut sind, werden wir direkt mit einer Akutbehandlung starten, um dir Erleichterung zu verschaffen.

Rafaela: Das wäre toll. Was genau hast du dir überlegt?


Carina: Aufgrund deiner Beschwerden, dieser fliessende, scharfe Schnupfen, der die Haut reizt, ist Allium cepa (die Küchenzwiebel) das passende Mittel. Wir nutzen es in Tropfenform, sodass du es ganz flexibel an deine Symptome anpassen kannst.


Der Behandlungsverlauf (Fazit)

Rafaela startete mit Allium cepa C30. Die Wirkung liess nicht lange auf sich warten:

  • Nach einer Woche: Beim Folgetermin strahlte Rafaela. Die Niesattacken waren deutlich seltener, die Nase floss weniger und die Augen tränten gar nicht mehr.

  • Die Strategie: Wir begleiteten sie so durch die restliche Pollensaison.

  • Der nächste Schritt: Da Heuschnupfen eine chronische Neigung des Körpers ist, entschied sich Rafaela für eine Konstitutionsbehandlung im Winter.


Hintergrund-Wissen:

In meiner Praxis verfolge ich bei Heuschnupfen zwei Wege. Die Akutbegleitung (wie bei Rafaela) lindert die unmittelbaren Leiden. Die Konstitutionsbehandlung hingegen ist die Kür: Sie zielt darauf ab, das Immunsystem über die beschwerdefreie Zeit so zu stärken, dass der Körper in den nächsten Jahren gar nicht erst mit einer Allergie reagieren muss. Das braucht zwar Geduld und kann von Rückschlägen begleitet sein, packt das Problem jedoch an der Wurzel an.


Was du tun kannst:

  • Nasen und Augen spülen, Haare täglich waschen

  • Nase einfetten (damit die Pollen "kleben" bleiben)

  • Lüften nur früh morgens oder spät abends

  • Möglichst reduzieren: tierische Eiweisse, Zucker, Getreide, histaminhaltige Lebensmittel (Wurstwaren, Sauerkraut, Tomaten, Hülsenfrüchte, Himbeeren, Nüsse, Rot- & Weisswein usw... Liste nicht abschliessend )


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